Publikationen & Medienarchiv
“It’s all in the mix in the mix!”
oder: Wie man heute effektiv und kostengünstig Marketing im Internet betreibt
von Wolfgang Kierdorf, Geschäftsführer “The Black Swan - Gesellschaft für Unternehmensentwicklung”
Herzlich Willkommen zum ersten Teil unserer Artikelserie
zum Schwerpunktthema “Markting im
Internet”.
Es ist noch nicht lange her, da war das Internet nur
ein Teil, der neue und eher unbedeutende Teil des
Marketing Mix. Heute, 2010, besteht das Internet
selbst aus einem Mix von Marketing-Möglichkeiten,
sozusagen einem Internet Marketing Mix (IMM).
Und viele Unternehmen schaffen es, tatsächlich alleine
durch diesen Internet Marketing Mix mit Ihren
Marken und Produkten erfolgreich zu werden, ohne
je eine einzige Zeitungsanzeige geschaltet, einen
TV-Spot gesendet oder eine Produktpackung designed
zu haben.
Möchten Sie heute mit Ihrem Marketing im Internet
erfolgreich sein, so kommen Sie um die folgenden
Bausteine des Internet Marketing Mix nicht herum:
- Eine Website des Unternehmens, des Produkts und/oder der Marke
- Ein Unternehmensblog
- Ein Special-Interest Blog
- Regelmäßige Publikationen (Postings) auf sogenannten Social Media Websites wie Facebook, MySpace, Twitter
- Direktes 1:1-Marketing über Networking Websites wie Xing und LinkedIn
- Ein Buch oder eine andere Publikation (z.B. ein Artikel in einer Fachzeitschrift) in der “echten” Welt
- Vorträge, Schulungen und Webcasts
- Digitale Produktproben (Freebies)
- Eine virale Videokampagne auf YouTube
- Optimierung der Findbarkeit des eigenen Unternehmens und der eigenen Produkte für Suchmaschinen wie Google oder Microsoft Bing! (SEO - Search Engine Optimization)
- Publikationen (Postings) in Fremdforen
- Webkataloge
- Das sinnvolle Verbinden der Bausteine 1-13
Ein breites Feld also, dass zu bestellen ist. Viel Arbeit. Das ist die schlechte Nachricht. Aber die gute Nachricht ist: Es war nie so einfach und vor
allem so kostengünstig möglich, die breite Maße
oder eine gezielte Gruppe von Menschen zu erreichen.
Je nachdem welche Art von Produkten oder Dienstleistung
Sie anbieten, machen für Ihr Unternehmen
einzelne Bausteine mehr oder weniger Sinn. Stellen
Sie sich einfach Ihren persönlichen Internet Marketing
Mix (YIMM - Your Internet Marketing Mix) für
das Jahr 2010, also Ihren YIMM 2010, zusammen.
Schauen wir uns im Folgenden die einzelnen
Bausteine des Internet Marketing Mix für das Jahr
2010 im Detail an:
#1 Die Unternehmens-, Produkt oder Markenwebsite
Der Klassiker unter den Aktivitäten im Internet. Seit
spätestens 1996, nicht mehr aus dem Portfolio des
modernen Marketing wegzudenken, hat sich die
klassische Website lange gehalten. Angefangen von
der 1:1 Kopie der Unternehmensbroschüre, bis hin
zu interaktiven und teils massiv überladenen Unterhaltungsabenteuern.
War es vor zwei Jahren noch
En-Vogue vor allem bunt und laut zu sein, stellt sich
in den letzten Monaten die neue Schlichtheit ein:
Weg von lang ladenden Bildern oder Flash-Animationen
und hin zu Webseiten mit Inhalt und schlichtem
Text. Dies verdanken wir nicht zuletzt Google
und seiner Art Webseiten zu suchen, zu finden und
zu indexieren (für die Suche aufzubereiten). Die
Relevanz zählt, nicht “Schnick-Schnack”.
Hatte man früher nur eine Website, so hat man heute
n, wobei n für eine Zahl zwischen Eins und Unendlich
steht. Jedes Produkt, jede Zielgruppe, jede Aktion
bekommt eine eigene Website. Häufig stehen
die Websites nicht einmal in Verbindung oder sind
so obskur, dass sie dem ursprünglichen Produkt oder
der Marke nicht mehr zugeordnet werden können.
Beispiele hierfür finden sich nicht nur im Konsumgüterbereich,
sondern vor allem auch im Bereich
Film und Fernsehen. Man denke nur an die Website
der “Dharma-Initiative”, die zur Fernsehserie
“Lost” gehört, oder an die Website von “Slushi”,
einem Softdrink, die als virale Website zum Film
“Cloverfield” betrieben wurde.
Die Anzahl der Websites hängt dabei nicht mit dem
Nutzen oder der Effektivität zusammen. Seien Sie
kreativ, aber bleiben Sie auf dem Teppich. Einhundert
schlecht konzipierte und umgesetzte Websites
bringen deutlich weniger Traffic und sprechen
somit weniger potentielle Kunden an, als zwei oder
drei gut programmierte, gepflegte und durchdachte.
#2 Das Unternehmensblog
“Reden Sie mit Ihren Kunden!”. Lassen Sie Ihre
Kunden wissen, wie es in Ihrem Unternehmen läuft.
Erzählen Sie von der Entwicklung neuer Produkte,
aber auch, wenn Dinge nicht so laufen, wie gedacht.
Ein exzellentes Beispiel für so ein Unternehmensblog
ist das, von Sun-CEO Jonathan Schwartz.
Wenn er mit Freude und Enthusiasmus über neue
Prozessoren des Unternehmens schreibt, kann man
fast vergessen, dass Sun jetzt zu Oracle gehört.
Ganz wichtig: Schreiben Sie selbst, oder lassen Sie
Ihre Mitarbeiter schreiben. Keine Marketingprofis.
Es ist “OK” eine Art Freigabeverfahren zu implementieren,
aber unterm Strich sollte der Mitarbeiter
klingen, wie der Mitarbeiter eben klingt. Menschen
wollen Verständliches und Ehrliches lesen und lieben
es zu erfahren, wie Dinge hergestellt werden
und funktionieren, wie sie “ticken”. Nicht umsonst
besteht ein Großteil der “Sendung mit der Maus”-
Zuschauer aus Erwachsenen.
#3 Das Special-Interest Blog
Wäre es nicht toll, wenn sich die Menschen für Ihre
Produkte und für Ihr Unternehmen interessieren
würden? Wirklich interessieren und nicht weil Sie
sie mit Werbung befeuern, sondern weil sie selbst
auf Ihre Website kommen und wirklich neugierig
sind? Genau diesen Effekt hat ein Special-Interest
Blog. Hier schreiben Sie über ein Thema, das mit
Ihrem Unternehmen und mit Ihren Produkten verwandt
ist aber diese nicht direkt bewirbt.
Stellt Ihr Unternehmen Beispielsweise eine Projektmanagement-
Software her, befaßt sich das Blog mit
Methoden des Projekt-Managements, mit seinen
Problemen und den aktuellen Entwicklungen.
Betreiben Sie eine Werbeagentur, schreiben Sie
über Design und veröffentlichen (posten) jeden
Tag etwas, das Ihnen aus der Designwelt ins Auge
springt. Zwischendurch verlinken Sie auf Ihre Website,
auf ein neues Produkt oder beschreiben wie Ihr
Produkt oder Ihre Dienstleistung das Problem löst,
von dem Sie gerade geschrieben haben. Laden Sie
andere ein, ebenfalls in Ihrem Blog zu schreiben.
#4 Regelmäßige Publikationen (Postings) auf sog.
Social Media Websites wie Facebook, MySpace,
Twitter
Selbst wenn Sie nichts zu sagen haben, sagen Sie etwas!
Seien Sie präsent. Ein Posting pro Tag sichert
Ihnen einen Platz auf der Startseite aller mit Ihnen
verbundenen Personen.
Wenn Ihnen nichts einfällt, durchsuchen Sie das
Web, bis Sie etwas Interessantes finden und wiederveröffentlichen
(“reposten”, “rebloggen”) Sie es.
Sei es ein witziges Video, ein Bild oder einfach eine
Zeile Text, die Ihren aktuellen Status wiedergibt. Mit
regelmäßigen Postings bleiben Sie im Gedächtnis.
Social Media Websites, wie zum Beispiel Facebook,
bieten außerdem die Möglichkeit zur Einrichtung
kostenloser Fanpages an. Wenn Sie ein Produkt
haben, laden Sie andere ein, Fan dieses Produkts
zu werden. Genauer werden Sie Ihre Zielgruppe nie
mehr treffen!
#5 Direktes 1:1-Marketing über Networking Websites
wie Xing und LinkedIn
Sie möchten als Fahrradhersteller oder Fahrradhändler
300 Personen finden, die sich in Ihrer Region für
Fahrräder interessieren, um diesen Ihr neues Fahrrad
vorzustellen? Nichts leichter als das. Probieren Sie
es doch einfach mal bei Xing. Die Suche geöffnet,
den Ort angegeben und als Interesse “Radfahren”
oder “Mountainbike” und den “Suchen”-Button gedrückt.
Innerhalb von Sekunden haben Sie 300 potentielle
Kunden direkt auf ihrem Schreibtisch. Die
Frage ist jetzt, was Sie daraus machen. Hierzu gibt
es zwei gängige Meinungen:
1. Versuchen, sich mit so viel wie möglich Kontakten
zu verbinden und direkt mit einer Nachricht per
Xing bombadieren
oder
2. gezielt die Personen suchen, die perfekt in die
Zielgruppe passen (die wahrscheinlichsten Kunden
oder Käufer) und diese dann entweder direkt per
E-Mail anschreiben (nicht per Xing) oder per Xing
mit einer kurzen Nachricht verbinden und dann einige
Tage später per E-Mail anschreiben. Es ist reine
Geschmackssache, welche Variante Sie versuchen,
so lange Sie eine der Varianten versuchen. Schneller
kommen Sie an Ihre potentiellen Kunden nicht
heran!
#6 Ein Buch oder eine andere Publikation (z.B. ein
Artikel in einer Fachzeitschrift) in der “echten” Welt
Hiermit verlassen wir zum ersten Mal die Welt des
Internets. Sicher können Sie auch einen Artikel im
Web verfassen oder diesen nur elektronisch, zum
Beispiel als Download, anbieten, oder als Anhang
einer Email verschicken. Eine größere Wirkung erzielen
Sie gerade in der Anfangsphase aber dann,
wenn Sie das Medium Internet verlassen und Ihren
Artikel oder Ihr Buch einem richtigen Verlag zur
Veröffentlichung anbieten. Das ist gerade im Bereich
von Spezialthemen häufig einfacher als man denkt.
Viele Fachpublikationen suchen regelmäßig Artikel
zur Veröffentlichung. Kaufen Sie sich einfach eine
Ausgabe der Zeitschrift, die Ihre Zielgruppe liest,
und fragen Sie in der Redaktion an. Wenn Sie selbst
kein Talent zum schreiben haben, finden Sie zum
Beispiel in Xing in der Gruppe “Ghostwriter” eine
Menge Leute die Ihnen beim schreiben helfen können.
Egal ob Sie im Internet, oder in der realen Welt
publizieren, nutzen Sie den geschriebenen Text und
vielleicht ein paar hübsche Abbildungen, um Ihr
Thema so zu beschreiben, dass es jeder versteht.
Vermeiden Sie technische Begriffe und Fachjargon,
oder erklären Sie diese direkt an Ort und Stelle.
Machen Sie aus Ihrer Publikation keine Werbebroschüre
ohne Inhalt, sondern vermitteln Sie Wissen
um ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Verfahren.
Nehmen Sie als Beispiel diesen Artikel!
#7 Vorträge, Schulungen und Webcasts
Früher mußte man noch das Haus verlassen, um
eine Schulung durchzuführen, oder einen Vortrag
zu halten, heute geht das alles bequem vom Schreibtisch
aus. Zahlreiche Anbieter haben sich darauf
spezialisiert, sog. Webcasts über das Internet zu
ermöglichen. Dazu benötigen Sie nichts weiter als
einen gewöhnlichen PC mit einem Mikrofon und
einer Kamera (WebCam) und schon geht’s los.
Genau wie ein Buch oder ein Artikel, kann ein WebCast,
oder auch ein Vortrag, eine Schulung, eine
gute Hinführung zu Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung
sein. Bieten Sie, zum Beispiel, eine
Software zum Aktienhandel an, dann veranstalten
Sie Seminare zum Thema “Aktienhandel”. Stellt Ihr
Unternehmen Surfbretter her, dann bringen Sie den
Menschen das Surfen bei. Wichtig ist immer, dass
Sie Ihre eigenen Produkte verwenden und auch deren
Vorteile herausstellen. Vermeiden Sie es, wenn
das geht, die Konkurrenz schlecht zu machen.
#8 Digitale Produktproben (Freebies)
Aus dem Supermarkt kennen Sie das bereits: Käse
auf einem Zahnstocher aufgespiesst, oder ein Stück
Wurst zum probieren an der Käse- oder Wurstheke.
Wenn Sie von Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung
wirklich überzeugt sind, dann geben Sie Ihren
potentiellen Kunden einen Vorgeschmack auf das,
was Sie Ihnen verkaufen möchten. Die Computerspieleindustrie
hat die sog. Demos, stark verkürzte
Versionen der Spiele die zum Verkauf angeboten
werden, für sich entdeckt, die Autoindustrie hat
schon seit Ewigkeiten die Probefahrt. Wie können
Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung kostengünstig
zur Probe anbieten? Bei “The Black Swan” bieten
wir unseren Kunden, zum Beispiel, ein kostenloses
Erstberatungsgespräch und eine “100% Geld
zurück Garantie” wenn unsere Beratung nicht zum
vereinbarten Erfolg führt. Wir lassen uns an unseren
Ergebnissen messen. Funktioniert das für Sie vielleicht
auch?
#9 Eine virale Videokampagne auf YouTube
Virale Kampagnen, also Marketingkampagnen, die
sich wie ein Virus durch Weitergabe verbreiten,
sind im Moment stark im Trend. Ein sehr schönes
Beispiel einer solchen Kampagne findet sich hier: http://en.tackfilm.se/.
Es wird derzeit darüber diskutiert, ob virale Kampagnen
durch die teils nur sehr vage Assoziation mit
dem Produkt oder der Dienstleistung einen nennenswerten
Effekt haben. Sicher ist jedoch, das eine
gut gemachte virale Kampagne unglaubliche Reichweite
zum kleinsten Preis bringt.
Dabei muss das, was da in einem Video gezeigt
wird, nicht immer Profi-Niveau haben. Häufig sind
es gerade die amateurhaften Versuche, die die meiste
Reichweite erzielen. Filmen Sie Ihren Hund bei etwas
Witzigem oder denken Sie sich einen Sketch
aus. Seien Sie kreativ und halten Sie die Kamera
drauf. Oder noch einfacher: Fragen Sie jemanden
der bereits ein gutes Video bei YouTube o.ä. laufen
hat, ob er den Namen Ihre Firma vielleicht als Werbebotschaft
am Ende einblendet. Vielleicht bezahlen
Sie dafür ja einfach mit Waren oder Dienstleistungen
Ihres Unternehmens?!
#10 Optimierung der Findbarkeit des eigenen Unternehmens
und der eigenen Produkte für Suchmaschinen
wie Google oder Microsoft Bing! (sog.
SEO - Search Engine Optimization)
Seit Google-AdWords ist die Welt der Werbung
im Internet, und zum Teil auch in der realen Welt,
nicht mehr das Gleiche. Selten hat Technologie eine
Branche, in diesem Fall die der Werbung und Werbevermarktung,
so verändert wie diese.
Mit Google-AdWords und den verwandten Technologien
der anderen Anbieter wie Microsoft ist es
nun jedermann möglich, Werbefläche (in Form von
Suchmaschinenwerbung) ganz gezielt zu kaufen
und zu schalten, und zwar, basierend auf Suchbegriffen
zielgruppenorientiert.
Aber, und das haben inzwischen viele Unternehmen
gemerkt, Google-AdWords ist nicht gerade günstig.
Viel besser wäre es ja, kostenlos gut bei Google
und Co. gefunden zu werden. Diesem Thema widmet
sich das in den letzten Jahren aufkommende
SEO (Search Engine Optimization - die Suchmaschinenoptimierung).
SEO, wenn richtig umgesetzt,
sorgt dafür, dass Ihr Unternehmen bzw. Ihre
Marken und Produkte oder auch Sie als Person von
Google und Co. gut gefunden werden. Dazu versuchen
die SEO Anbieter Ihre Website möglichst so
zu optimieren, dass sie von Google gut ge- und für
interessant bzw. relevant befunden wird.
Je besser Ihre Seite optimiert ist, desto höher wird
sie von Google eingestuft (“geranked”) und desto
besser platziert erscheint sie in den Suchergebnissen.
SEO sorgt also dafür, dass Sie weniger Geld für
AdWords ausgeben müssen und zu Ihren Themen
grundsätzlich besser gefunden werden. Zahlreiche
Anbieter bieten sog. Content-Management-Systeme
an, die Ihre Website automatisch für Google
und Co. optimieren.
#11 E-Mail
Eine E-Mail ist eine E-Mail ist eine E-Mail ist sie
nicht!
Eine Email ist gleichzusetzten mit einem Werbeflyer
oder einer Broschüre, einer Visitenkarte Ihres
Unternehmens. Transportiert Ihre E-Mail alle Informationen
über die Aktivitäten Ihres Unternehmens
im Internet?
Wie steht es mit der Adresse der Website, der
Adresse Ihres Blogs, dem Name Ihres Facebook-
Accounts oder Ihrem Profil bei Xing?
Sie schreiben vielleicht jeden Monat hunderte von
E-Mails und nutzen bestimmt noch nicht das Potential
dieser Menge.
Wie steht es mit Hinweisen auf Produkte und Dienstleistungen,
Hinweisen auf anstehende Schulungen
und Vorträge oder auf besondere Aktionen?
E-Mails sind fast kostenlos und haben einen Verbreitungsgrad,
der in der Regel über den normalen
Kundenkreis hinausgeht. Warum nicht die Botschaft
Ihres Unternehmens weiter streuen?
#12 Publikationen (Postings) in Fremdforen
Dieser Baustein erscheint Ihnen vielleicht als eine
Art schmutziger Trick, aber er funktioniert. Publikationen
in fremden Internetforen sind so etwas,
wie das Trittbrettfahren im Internetmarketing.
Die erste Frage die Sie sich stellen müssen ist: “Wo
trifft und unterhält sich meine Zielgruppe im Internet?”
Die Antwort darauf könnte für Anwälte, zum
Beispiel, lauten: “Fast überall!”, und bringt uns
zunächst nicht weiter. Die zweite Frage lautet dann:
“Welches Forum hat die meiste Reichweite, ist also
bereits bekannt und wird in Suchmaschinen gut gefunden?”
Um diese Frage zu beantworten, suchen
Sie doch einfach mal nach einem Problem bei
Google, das Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung
lösen kann.
Wenn Sie ein Forum gefunden haben, antworten Sie
entweder auf Fragen, die zu Ihrem Thema passen,
oder auf Fragen in den Forenbereichen, die gut besucht
sind (zu erkennen an der Menge der Artikel
im jeweiligen Forumsbereich). Vergessen Sie nicht,
immer mindestens einen Link auf Ihre Website,
besser noch kurze Infos zu Produkten oder Dienstleistungen,
zu hinterlassen. Dies kann man häufig
schon bei der Anmeldung im Benutzerprofil hinterlegen!
#13 Webkataloge
Webkataloge sind so etwas wie die Telefonbücher
des Internet. Webkataloge liefern sog. “Backlinks”,
also Link zu Ihrer Website von einer anderen Seite.
Je nach Reputation des Webkatalogs steigt dadurch
die Relevanz Ihrer Website entsprechend. Grundsätzlich
schadet es nicht, sich in so viele Webkataloge
wie möglich einzutragen (dies ist meistens kostenlos).
Aber man sollte auch keine zu große Wissenschaft
daraus machen. Bedeutend mehr Traffic, also
Besucher auf Ihre Website, werden Sie durch Web
kataloge nicht erreichen.
#14 Das sinnvolle Verbinden der Bausteine 1-13
Ab hier heißt es, kreativ werden. Wie verbindet man
die einzelnen Bausteine nun zu einem schlüssigen
und durchgängigen Konzept? Die erste und einzige
Faustregel heißt: Berichten Sie im Einen über das
Andere. Verbinden Sie Ihre E-Mail über einen Link
mit Ihrer Website, Ihre Website über einen Link mit
Ihrem Blog, Ihr Buch über einen Link mit Ihrer Website
und so weiter. Ihrer Fantasie sind nahezu keine
Grenzen gesetzt. Überhaupt ist es eine gute Idee zu
versuchen, so kreativ wie möglich zu sein. Tun Sie
bloß nichts, was Ihnen oder Ihrem Unternehmen
schadet oder überhaupt nicht zu Ihnen paßt. Bleiben
Sie sich und Ihrem Portfolio treu!
Die Voraussetzung, um mit dem Internet Marketing
Mix 2010 erfolgreich zu sein, ist selbstverständlich,
dass Sie ein Produkt, eine Marke oder ein Unternehmen
haben, welches vom potentiellen Kunden auch
klar und abgegerenzt wahrgenommen wird. Der
Kunde muß in dem, was Sie sind und tun, einen
Nutzen für sich sehen. Wichtig ist also, dass Sie sich
im Vorfeld Ihrer Aktionen bereits klar darüber sind,
was Sie anbieten möchten. Stellen Sie sich hierzu
nicht zu breit auf, sondern versuchen Sie, eine ganz
klar umrissene Kundengruppe mit einem ganz klar
umrissenen Produkt oder einer klar umrissenen Dienstleistung
zu bewerben.
Neben den oben genannten Bausteinen des Internet
Marketing Mix 2010 gibt es aber noch einige
Dinge, die beim Thema Marketing im Internet zu
beachten sind:
# Größe schafft Vertrauen
Sie kaufen Ihre Waschmaschine sicher auch lieber
von einer Firma, die Sie schon lange kennen und
die es vermutlich auch in fünf Jahren, “Wenn mal
was dran ist ...”, noch gibt, oder? Genau so geht es
auch Ihren Kunden. Im Internet haben Sie, anders
als in der realen Welt, die Möglichkeit, Unternehmensgröße
durch Professionalität und Engagment
zu ersetzen. Sprechen Sie auf Ihrer Website zum
Beispiel nie von “ich”, sondern immer von “wir”.
Richten Sie mehr als eine E-Mail-Adresse ein (das
sollten Sie sowieso tun, damit Sie gerüstet sind
wenn das Unternehmen wächst) z. B. bewerbung@
xyz.de und team@xyz.de, statt alles an peter.mueller@
xyz.de schicken zu lassen.
Designen und programmieren Sie Ihre Website(s)
nicht selbst, sondern lassen Sie eine professionelle
Agentur ran. Der Einsatz wird sich auszahlen, weil
man den Unterschied sofort sieht.
Seien Sie jeden Tag aktiv. Schreiben Sie News, publizieren
Sie Ihren Status etc. Tägliche Veränderungen
auf Ihrer Website oder in Ihren Profilen bei
Facebook und Co. lassen Ihre potentiellen Kunden
auf eine Menge an Mitarbeitern und damit auf eine
gewisse Unternehmensgröße schliessen.
Versuchen Sie in Allem, was Sie tun, Größe zu suggerieren,
denn Größe, und die damit assoziierte
Stabiliät, schafft Vertrauen bei Ihren potentiellen
Kunden!
# Testemonials
Im Internat kann man keinen Verkäufer nach seiner
Meinung fragen, wie etwa in einem Fachgeschäft.
Meinungen von anderen über Ihre Produkte und
Dienstleistungen sind aber ein wichtiges Kaufkriterium.
Menschen wollen in Ihrem handeln bestätigt
werden. Deshalb ist es wichtig, Ihnen schon vor dem
Kauf, Menschen und Meinungen zu Ihrem Produkt
oder zu Ihrer Dienstleistung zu präsentieren. Das
kann in Form eines kleinen Videos oder einer Audio-
Datei (z. B. in MP3) sein, oder als kurzer Text,
der auf der Website angezeigt wird.
Solche “Testimonials” sind im Internetmarketing
sehr wichtig. Sammeln Sie diese, wann immer Sie
können und publizieren Sie sie auf Ihrer Website.
Testimonials kann man nie genug haben, aber vorsicht:
Versuchen Sie nicht, Testimonials selbst zu
verfassen. Lassen Sie echte Kunden zu Wort kommen
und verwenden Sie auch deren Aussagen (ggf.
mit Bild). Selbstgeschriebene Testimonials fallen
häufig auf und schaden mehr, als sie nutzen.
# Expertenstatus
Wenn Sie als Einzelkämpfer mit einer Dienstleistung
unterwegs sind - und das sind im Internet erstaunlich
viele - dann ist es wichtig, aus der Menge herauszustechen.
Je mehr reale Reputation Sie haben,
desto besser. Sind Sie als Immobilienmakler, zum
Beispiel, im “RDM - Ring Deutscher Markler” oder
als Coach im Coachingverband? Mitgliedschaften
in Verbänden und Vereinen geben Ihren potentiellen
Kunden Vertrauen. Sie zeigen, dass Sie bereits von
Ihrer eigenen Branche als Fachmann wahrgenommen
werden, auch wenn dies noch nichts über die
Qualität Ihrer Arbeit aussagt. Treten Sie in Kontakt
mit den Vereinen und Verbänden Ihrer Branchen,
besuchen Sie Messen und Kongresse und reden Sie
darüber, zum Beispiel in Ihrem Statusupdate bei
Xing. Lassen Sie Ihre potentiellen Kunden wissen,
dass Sie umtriebig und in Ihrer Branche aktiv sind.
Damit wären wir am Ende des ersten Teils dieser
Artikelserie angekommen.
Sollen Sie Hilfe bei der Umsetzung Ihres YIMM
2010 benötigen, dann schreiben Sie mir doch eine
E-Mail. Meine E-Mail-Adresse finden Sie am Ende
dieses Artikels.
Die nächsten Teile dieser Serie beschäftigen sich
mit folgenden Themen:
Teil 2: Suchmaschinenoptimierung im Detail
Teil 3: Richtig Networken mit Xing & Co.
Teil 4: Wie man als Experte wahrgenommen wird
Teil 5: WebCast statt klassischer Vortrag
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mit dem Betreff “Abo: Markting im Internet” an die
E-Mail-Adresse team@TheBlackSwan.de.
Sie erhalten
dann bei erscheinen automatisch die nächsten
Teile kostenfrei per Email.
Habe ich Ihrer Meinung nach etwas vergessen?
Dann schreiben Sie mir doch! Ich freue mich über
jede Art von Anregung und Kritik.
Bis zum nächsten Mal ... und viel Erfolg mit YIMM
2010!
Links & Referenzen:
- Blog von Jonathan Schwartz, dem Ex-CEO von Sun
- Signal vs. Noise Blog
- Facebook - Social Network
- MySpace - Social Network
- Twitter - Social Network
- Xing - Networking Platform
- LinkedIn - Networking Platform
- YouTube - Internetvideo Platform
- Beispiel für eine gute Verbindung aus Website, Buch und Blog
- NetViewer - Anbieter von WebCast Software
- Transresult - Anbieter eines suchmaschinenoptimierenden Content-Management-Systems
Über den Autor
|
Wolfgang Kierdorf ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung The Black Swan und langjähriger Berater im Bereich Gründung und Wachstum. Einer seiner Beratungsschwerpunkte ist die Vermarktung von Unternehmen, Marken, Personen und Produkten im Internet.
Wolfgang Kierdorf erreichen Sie per E-Mail unter wolfgang@TheBlackSwan.de. |

